Ettingshausen Da auch in der Umgebung von Ettingshausen Hügelgräber aus der Bronzezeit (2.300 - 800 v. Chr.) gefunden wurden, kann man davon ausgehen, dass es bei seiner Ersterwähnung am 4. April 1286 schon lange bestand. Ettingshausen, der südlichste Ortsteil von Reiskirchen, wird schon zur Wetterau gezählt und unterstand im Mittelalter dem Gericht Münster (heute Laubach-Münster). Es gehörte eine Zeit lang zu Solms, gelangte 1423 durch Teilung an die Grafschaft des Grafen Johann und ging 1806 mit der gesamten Grafschaft an des Großherzogtum Hessen. Ettingshausen ist als reines Gewanndorf angelegt. Als Gewann bezeichnete man den Teil einer Flur, der für die Dreifelderwirtschaft ausgelegt war. Hier besaß jeder Bauer Ackerstreifen, die abwechselnd mit Winter- oder Sommerfrucht bestellt wurden. In jedem dritten Jahr lag das Feld brach, diente dem Vieh als Weide und wurde dabei gedüngt.